Was ist eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)?

 

 

Während eventuelle körperliche Verletzungen meist direkt behandelt werden, sind seelische Verletzungen manchmal so ausgeprägt, dass der Betroffene sie aus Selbstschutz verdrängt. Jedoch: Je früher eine posttraumatische Belastungsstörung bearbeitet wird, desto eher kann eine Person ihr Trauma bewältigen.

 

Eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist eine verzögerte und lang anhaltende Reaktion auf mindestens ein traumatisches Erlebnis. Diese Reaktion ist durch intensive Angst, Gefühle von Hilflosigkeit und Entsetzen gekennzeichnet.

Das belastende Erlebnis ist in der Regel mit einer möglichen Bedrohung verbunden, so zum Beispiel im Rahmen von körperlicher Gewalt, Naturkatastrophen oder Krieg. Dabei spielt es keine Rolle, wie lang die traumatische Situation angehalten hat.

Eine posttraumatische Belastungsstörung tritt insbesondere nach Erlebnissen wie sexuellem Missbrauch, Vergewaltigung, anderen Gewaltverbrechen und Krieg auf. Auch nach Verkehrsunfällen und schweren Erkrankungen wie etwa Krebs oder einem Herzinfarkt kann eine posttraumatische Belastungsstörung entstehen.

Menschen mit einer PTBS durchleben das traumatische Ereignis immer wieder, so zum Beispiel durch plötzliche Erinnerungen an das Erlebte (Intrusionen) oder sich wiederholende Albträume. Aber auch Erinnerungslücken im Zusammenhang mit dem durchlebten Ereignis sind möglich. In sogenannten Flashbacks treten dem Betroffenen plötzlich Bilder des Traumas in Erinnerung. Er fühlt und handelt dann genau so, als ob er das Geschehene erneut durchleben würde.

Personen, die eine posttraumatische Belastungsstörung haben, neigen dazu, Situationen zu vermeiden, die sie an das Trauma erinnern könnten. Sie ziehen sich oft von der Außenwelt zurück. Darüber hinaus befinden sich Menschen mit PTBS in einem Zustand der vegetativen Übererregbarkeit, welcher sich durch Symptome wie zum Beispiel Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen, Schreckhaftigkeit oder Schlafstörungen äußert.

Auch Personen, die nicht unmittelbar bedroht waren, die aber Augenzeuge des Geschehenen waren, können eine posttraumatische Belastungsstörung entwickeln. Die Betroffenen durchleben die traumatische Situation in Gedanken immer wieder, so zum Beispiel in Form von sich aufdrängenden Erinnerungen oder Albträumen.

 Unmittelbar nach einem traumatischen Ereignis kann zunächst eine sogenannte akute Belastungsreaktion auftreten. Diese kann sich in unterschiedlichen Symptomen äußern, so zum Beispiel in Ängsten, depressiver Verstimmung, körperlichen Beschwerden und einer veränderten Wahrnehmung. In der Regel klingt die akute Belastungsreaktion nach einigen Tagen bis Wochen wieder ab – der Betroffene hat das Erlebte bewältigt. Dies ist jedoch nicht immer der Fall – dann entwickelt sich eine posttraumatische Belastungsstörung

Die Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung können sich jedoch auch plötzlich Wochen nach einem traumatischen Ereignis zeigen, obwohl seit dem Trauma bislang keine Beschwerden aufgetreten sind.

 Wenn eine PTBS dazu führt, dass sich die Persönlichkeit des Betroffenen tiefgreifend verändert, spricht man von einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung.

 

 

Symptome einer PTBS

 

 

- Selbstverletzendes Verhalten

  

- Panikattacken

 

- Schlafstörungen

 

- Dissoziationen

 

- Depressionen

 

- Albträume

 

- Selbstmordversuch(e)

 

- und weitere

 

 

Spätfolgen der PTBS

 

Die PTBS schränkt Menschen oftmals massiv in der Lebensqualität ein, nicht selten kommt es vor, dass PTBS-Kranke sich daher das Leben nehmen.

 

Folgen von PTBS sind unter anderem:

 

- Essstörungen

 

- Ein – und Durchschlafstörungen (können auch chronisch werden)

 

- Störungen der Sexualität, dies tritt häufig bei Vergewaltigungsopfern auf (viele Betroffene sind nicht dazu in der Lage eine Beziehung zu führen)

 

- Starke Depressionen welche zu Alkohol- oder Drogenmissbrauch führen können

 

- Konzentrationsstörungen

 

- Verlust der Sozialkontakte (häufig ziehen sich Personen, welche an PTBS leiden so sehr zurück, dass sie sämtliche Sozialkontakte verlieren)

 

- Panikattacken

 

- Arbeitsunfähigkeit

 

- Selbstmordversuch(e)

 

 

Leidet jemand an PTBS ist es ihm nicht mehr möglich ein normales Leben zu führen, selbst die einfachsten und notwendigen Dinge werden zum Albtraum, oft ist es PTBS-Patienten nicht einmal möglich einkaufen zu gehen, da sie sich durch andere Menschen bedroht fühlen, dadurch können Panikattacken ausgelöst werden.

 

Ein PTBS-Assistenzhund würde diesen Menschen die Möglichkeit geben ein halbwegs normales Leben zu führen.

 

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